Schmerztherapie

Schmerz ist eine der komplexesten Herausforderungen in der täglichen Praxis medizinischer Berufe. Eine fundierte Schmerztherapie erfordert weit mehr als das reine Symptomhandeln – sie setzt ein tiefes Verständnis für die neurophysiologischen Hintergründe, die Wundheilung sowie die feinen Unterschiede zwischen Nozizeption und bewusster Schmerzwahrnehmung voraus. In unserer spezialisierten Fortbildung erlernen Sie das Rüstzeug, um akute und chronische Schmerzzustände präzise zu differenzieren, ursächlich zu untersuchen und individuell zu behandeln. Die zweiteilige Seminarreihe richtet sich an Physiotherapeut*innen, Ergotherapeut*innen, Masseure sowie Heilpraktiker*innen und Ärzte. Sämtliche absolvierte Unterrichtsstunden sind zudem vollumfänglich für die modulare Osteopathie-Ausbildung des Instituts für Osteopathie und Manuelle Therapie (INOMT) anerkannt.

Teil 1: Periphere Mechanismen, Lokalstrukturen und Extremitäten

Der erste Teil der Ausbildung legt das Fundament für eine differenzierte Schmerztherapie. Sie steigen tief in die Theorie der lokal-strukturellen Abläufe neurogener Entzündungen ein und lernen, entzündungsbedingte sowie degenerativ bedingte Prozesse wie Arthrosen und Arthritiden exakt voneinander abzugrenzen. Auch neuropathische Schmerzen und die Auswirkungen von Schmerzmedikamenten auf den Gesamtorganismus stehen im Fokus. Im praktischen Teil dient das bewährte Ebenen-Modell der INOMT als struktureller Leitfaden. Sie erlernen adäquate Techniken wie die mikromechanische Therapie, Meridianbehandlungen, Periost-Techniken sowie direkte und indirekte osteopathische Griffe. Anhand realistischer Fallbeispiele erkunden Sie die Ganzheitlichkeit von Schmerzsyndromen und erweitern Ihre Befundungs- und Behandlungskompetenz nachhaltig.

Teil 2: Spinale Schmerzphysiologie und das vegetative Nervensystem

Der zweite Teil führt die erlernten Konzepte weiter und widmet sich der zentralen Schmerzverarbeitung im Rückenmark. Hier vertiefen Sie Ihr Wissen über die Neuroanatomie des Hinterhorns und des Seithorns, die Entstehung sekundärer sowie tertiärer Hyperalgesien und den direkten Einfluss des sympathischen Nervensystems auf das Schmerzgeschehen. Ergänzend erlernen Sie vegetative und neuromeningeale Untersuchungsmethoden, um Störungen im Nervensystem frühzeitig aufzuspüren. Die Praxis vermittelt Ihnen, wie Sie die verschiedenen Ansätze aus beiden Kursteilen dynamisch miteinander verknüpfen und je nach Patientenzustand gezielt stimulierend, harmonisierend oder aggressiver behandeln.

Ihre Ansprechpartnerin

Frau Birgit Berke
Schulleitung

Tel: 040 23703 – 552
Fax: 040 23703 – 591
Mail: physiotherapie.hamburg@grone.de

Veranstaltungsort

Grone Berufsfachschule für Physiotherapie
Heinrich-Grone-Stieg 2
20097 Hamburg

November 2026
Nov. 13
13 November 2026

Theorie und Praxis zur Untersuchung und gezielten Therapie unterschiedlicher Schmerzformen.

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